Materialinfos

WOLLIFERANTEN

Schafe
Verschiedene Schafrassen haben verschiedene Wolle, die einen etwas gröber, die anderen etwas feiner mit mehr oder weniger Haaranteil. Für Duvets braucht man feine, ohne Haaranteil möglichst lange Fasern (Jahresschur wäre ideal). Zum Filzen eignet sich die grobe Wolle von den Walliserschafen mit Haaranteil am besten,es wird allerdings etwas „bissig“, wobei man ja auch etwas kombinieren kann mit weniger „bissiger“ Wolle. Die Heidschnuckenwolle  lässt sich auch filzen, wird aber hauptsächlich für Teppiche und zum Basteln verwendet.

 

 

 

 

Lamas und Alpakas haben viel weichere Wolle als die Schafe. Sie wärmt auch besser, da sie eine Hohlfaser ist, dafür hat sie kein Fett (Lanolin). Mit Schafwolle oder mit Seide (ist weniger „bissig“) gemischt lassen sich sehr schöne und angenehm zu tragende Kleidungsstücke anfertigen. In den Duvets bewirkt sie, dass es leichter und anschmiegsamer ist als das reine Schafwollduvet. Für Schafwollallergiker ist Lama mit Seide die ideale Alternative. Mittlerweile gibt es in der Schweiz schon ein paar tausend sogenannte Neuweltkameliden.

 

 

 

 

Kamel
Bei den Kamelen wird die Wolle nicht geschoren, sie verlieren die Unterwolle im Frühling . Auch in der Schweiz gibt es Kamele.

 

 

 

 

 

 

 

Angorakaninchen
Sie liefern die feinste Wolle. Man muss sie regelmässig rupfen oder scheren,sonst verfilzen sie. 

 

 

 

 

 

 

Angoraziege
Sie hat weisse glänzende Locken. Sie werden auch bei uns in der Schweiz gehalten.

 

 

 

 

 

 

Kaschmirziege
In der Schweiz gibt es erst wenige Kaschmirziegen. Bei  ihnen wird die Unterwolle ausgekämmt, somit ist der Wollertrag wesentlich geringer als bei Tieren welche geschoren werden. Das rechtfertigt auch den hohen Preis.

 

 

 

 

 
Yak
Von diesem Tier kann nur die feine Unterwolle der Jungtiere verwendet werden.Sie fällt selber aus, der Ertrag ist jedoch nicht hoch. Es gibt auch in der Schweiz einige Tiere. 

 

 

 

 

 

 

 

Bison
Dasselbe wie beim Yak, nur ist es nicht so einfach an die Wolle zu kommen, die Tiere sind sehr gefährlich, selbst der Besitzer darf die Weiden nicht betreten, wenn die Tiere anwesend sind. Bisons werden sogar in Uebeschi gehalten.

 

 

 

 

 

 
Hund
Auch die Unterwolle der langhaarigen Hunde kann versponnen und gestrickt werden. Es empfiehlt sich allerdings, sie mit Schafwolle zu mischen, damit sie besser zusammenhält und nicht mehr so fusselt . Wir haben mittlerweile auch schon einige Teppiche aus Hundehaar gewoben und sogar Duvets daraus hergestellt.

 

 

 

 

 

Katze

Die Unterwolle der Langhaarkatzen wird ausgebürstet und kann auch verwendet werden. Sie filzt sehr gut, was aber beim verspinnen nicht unbedingt erwünscht ist.

 

 

 

 

 

VORTEILE UND EIGENSCHAFTEN DER SCHAF- ,LAMA – UND ALPAKAWOLLE

Wolle kann bis zu einem Drittel des Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich nass anzufühlen. In einer Nacht sondert der Mensch zwischen 2,5 und 5dl Feuchtigkeit ab, was von der Wolle aufgenommen werden kann, im Gegensatz zu Daunen, welche keine Feuchtigkeit aufnehmen können. Deshalb können Vögel fliegen und Enten schwimmen. Unter dem Daunenduvet schwitzt man, weil die Wärme gestaut wird, deckt sich ab, kühlt sich ab, deckt sich wieder zu, und dies mehrere Male, manchmal ohne aufzuwachen. Daunendecken sind deshalb rheumafördernd.

Abgesehen davon stammen die Federn zum Teil von lebenden Gänsen oder von toten Tieren.

  • Wolle ist wärmeausgleichend, wenn es kalt ist wärmt sie und wenn es warm ist kühlt sie.
  • Wolle ist schwer entflammbar
  • Wolle ist antistatisch und schmutzabweisend. Da sie eine grosse Menge Feuchtigkeit aufnehmen kann, lädt sie sich nicht statisch auf und kann demzufolge keine Schmutzpartikel anziehen. Wegen ihrem grossen Fettgehalt kann die Wolle auch keine Krankheitskeime aufnehmen.
  • Wolle isoliert gut und eignet sich darum auch sehr gut, um Häuser zu isolieren.
  • Bei uns wird nur einheimische Schaf- Lama- und Alpakawolle verarbeitet. Sie wird von Hand erlesen, gewaschen und  für jedes Duvet einzeln gekardet. Dabei werden keinerlei synthetische Chemikalien verwendet.

PFLEGE

Täglich: abdecken, gut austrocknen lassen, nicht in Bettkasten versorgen.

Jährlich: einen halben Tag in den Nebel hängen, damit es andere Feuchtigkeit aufsaugen kann. Danach trocknen aber NICHT auf Heizkörper.

Waschen: ist im Normalfall nicht nötig, in extremen Fällen (Bettnässen oder Erbrechen) mit warmem Seifenwasser in der Badewanne waschen und evtl. mit der Maschine auswringen.

DER UNTERSCHIED ZWISCHEN SCHAF- UND LAMA- /ALPAKAWOLLE

Schafwolle :

  • Enthält Lanolin(Fett), nach der Verarbeitung noch ca.10%
  • Länge je nach Schur(Jahres-oder Halbjahresschur) und Rasse
  • Fein bis grob, je nach Rasse
    Lama-/Alpakawolle:
  • Enthält kein Lanolin
  • Langfaserig
  • Fein, weich ,glatt